Berlin – mehr als eine Stadt
Berlin ist mehr als nur deutsche Hauptstadt. Hier vermischen sich zahlreiche Nationen und fast scheint es als seltener Glücksfall, wenn man aus dem Gewirr an fremden Sprachen ab und an die berüchtigte „Berliner Schnauze“ zu hören bekommt. Diese unglaubliche Vielfalt an Einflüssen ist es, die Berlin zu einer der aufregendsten Kulturmetropolen weltweit macht. Ein Tag in Berlin lohnt leider kaum…es sollten mindestens zwei sein.
Egal ob mit dem Auto, per Flugzeug oder Bahn, alle Wege führen nach Berlin. Neben dem Flughafen Tegel ist vor allem der stark expandierende Flughafen Schönefeld Hauptanlaufstelle für Berlinreisende aus Deutschland. Hier angekommen gelangt man für nur 2,80 € günstig mit der S-Bahn an jeden beliebigen Ort innerhalb der Stadtgrenzen. Ich empfehle unbedingt, einen S-Bahn-Plan mitzunehmen, den man an der Flughafeninfo kostenlos erhält.
Bei meinem Trip wohnte ich im Abion Spreebogen Waterside Hotel im neuen Großbezirk Berlin-Mitte, ehemaliger Stadtteil Tiergarten. Jeder kennt diese Gegend unter dem Namen Moabit. Direkt an der Spree-Promenade gelegen zeigt sich die Stadt hier von ihrer schönsten Seite. Zentraler und verkehrsgünstiger kann man kaum wohnen und dennoch ist hier von Großstadthektik keine Spur.
Doch wer nach Berlin kommt, will meist etwas erleben. Da darf ein Ausflug in den vielseitigsten aller Stadtteile, Kreuzberg, nicht fehlen. Unterwegs durch die bunten Straßen kommt man sich vor wie in einer anderen Welt. Es gibt so viel zu entdecken, dass man schnell an seine Grenzen kommen kann. Eine Stärkung zwischendrin ist mehr als sinnvoll, beispielsweise im Spätzle-Express. Hausgemachte Spätzle, z. B. mit Linsen und Würstchen, machen schnell wieder fit für den Over Flow an Sinneseindrücken.
Nach einem Tagesausflug in die Kulturmetropole Berlin und entsprechend schmerzenden Füßen hab ich nur zu gerne das wirklich gute Wellnessangebot des Hotels, von Dampfbad bis Sauna, genutzt.
Abends zog es mich auf Empfehlung eines Freundes ins Lei et Lui in der Wilsnacker Straße 61. In ausgefallener mediterraner und sehr gemütlicher Atmosphäre werden hier phantasievolle und ausgesprochen leckere Gerichte serviert, die zu hundert Prozent aus Bio-Zutaten zubereitet werden und in der Regel zweimal pro Woche wechseln. Wer kann Gerichten wie hausgemachten rosa Raviolini mit geminzter Ricotta-Maronenfüllung auf Kürbis-Tomatenragout ernsthaft widerstehen? Ich versuch es gar nicht erst!
Danach bringt mich die U-Bahn in Richtung Haltestelle Zinnowitzer Straße, Berlin-Mitte. Hier, in der Chausseestraße 20, liegt mit der Hafenbar die älteste Diskothek der Hauptstadt. Bei wechselndem Programm können hier Freitag und Samstag die Nächte durchgetanzt werden. Meine Nacht war jedenfalls schnell vorbei und das angesprochene Wellness-Angebot im Abion sah mich ein zweites Mal.
Nach zwei erlebnisreichen Tagen stand für mich nicht nur fest, dass ich wiederkommen würde, sondern auch, dass ich diese Stadt nicht mehr nur als Tourist erleben wollte. Keine zwei Monate später bezog ich meine Wohnung…nahe Lei et Lui.








