Lissabon – auf dem Gelände der Expo
Ich habe mich schon sehr lange auf einen weiteren Besuch in Lissabon gefreut. Die Fahrt im Nachtzug dauerte sehr lange (insgesamt 25 Stunden). Mit dem Zug zu reisen war aber zu diesem Zeitpunkt die beste Entscheidung, denn so haben wir es geschafft, noch knapp der Aschewolke zu entkommen, weshalb ich auch besonders glücklich darüber bin, mein Ziel erreicht zu haben.
Im Gegensatz zu meinem ersten Besuch in Lissabon vor zwei Jahren, als ich im Herzen der Stadt übernachtet habe, bin ich diesmal fast ausschließlich auf dem Gelände der Expo 1998 geblieben.
Der Unterschied ist ungefähr so, als würde es zwei Lissabons geben: das moderne- und das historische Lissabon. Es ist hier nach wie vor unheimlich interessant. Gestern bin ich entlang des Flusses in Richtung des Ozeanarium geschlendert, um mir dort mehrere spannende Vorträge anzuhören. Im Gegensatz zu meinen letzten Fotos von Lissabon, die fast alle am Abend aufgenommen worden sind, zeige ich euch im nächsten Abschnitt ein paar Fotos des Expo-Geländes am Tag.
Ich bin nicht ganz sicher, ob das Gelände in der Öffentlichkeit als architektonisch gelungen gilt oder nicht. Ich für meinen Teil mag es sehr. Ich liebe darüber hinaus das Wasser und genieße es einfach, mich auf einen Steg oder ans Ufer zu setzen und zu entspannen.
Ich entschloss mich dazu, an der Uferpromenade entlang zu gehen, um dem Wasser möglichst nah zu sein. Offensichtlich ist das eine sehr beliebte Stelle, an der viele Einheimische joggen gehen und Rad fahren. Das Bild zeigt im Hintergrund die Vasco da Gama Brücke – sehr beeindruckend aus der Nähe.
Ich mag die Gebäude, den Park und den Fluss. Die Häuser besitzen sehr viele bunte Farben, moderne Formen und sind hell – das schätze ich sehr.
Ich bin mir darüber auch im Klaren, dass die Weltausstellung schon vor über zehn Jahren stattfand, aber diese Gegend gibt mir das Gefühl, zu erfahren, wie die zukünftige Stadt wohlmöglich aussehen könnte. Die beiden Türme mit ihren Kappen erinnern mich ein wenig an zwei Satelliten, die über dem Fluss schweben. Das Gebäude befindet sich in der Nähe des Orientalischen Bahnhofs.
Das Hauptthema der Expo war das Meer. Man sieht dieses in vielen architektonischen Ausführungen. Sitzbänke sind z.B. oftmals wellenförmig und Gebäude und Fassaden besitzen an vielen Stellen keine geraden Linien und scheinen sich wie die Wellen des Meeres zu bewegen.
Wenn man müde ist, kann man sich einfach auf einen der farbigen Blöcke im Bereich der jeweiligen Ausstellungsländer setzen oder auf eine Bank. Am besten nimmt man gleich die Seilbahn und fährt in ein anderes Gebiet des Ausstellungsgeländes. Am besten kann man dies nach dem Besuch des Ozeanarium tun, denn die Seilbahn beginnt genau vor dessen Tür.
Dieser kleine Rundgang in Bildern wäre aber auch nicht vollständig, ohne einen der schönen Kanaldeckel der Weltausstellung zu zeigen und dabei auf eine kleine Sammlung von besonders schönen Kanaldeckeln weltweit zu verweisen, die aber auch nicht allzu ernst betrachtet werden sollte!




















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Time 27. Oktober 2010 at 10:02
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