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Berlin: West oder Ost?

von wolfgangg - Zuletzt geändert: Dienstag, Juni 8, 2010 - Speichern/Teilen - Ein Kommentar

In den Köpfen der meisten ausländischen Besucher besitzt Berlin noch immer das Image der geteilten Stadt. Berlin ist für viele so interessant, da die Stadt sowohl den westlichen Kapitalismus und den Kommunismus sowjetischer Prägung darstellte. Stellen Sie sich eine scharfe Trennung vor, die von Norden nach Süden die Stadt durchschneidet, eine klare Trennung des Westens und des Ostens.

Berlin Luftbild

Aber die Mauer war nicht nur eine gerade Linie, so dass die Grenze zwischen Ost und West manchmal auch eine Nord-Süd-Grenze darstellte. Wo die eine Haustür noch zum Westen zählte, gehörte die Nachbarhaustür manchmal schon dem Ost-Sektor an. Fenster wurden zugemauert, Eingangstüren vernagelt. Ganze Kirchen befanden sich plötzlich auf der Trennungslinie und durften nicht mehr besucht werden. Man konnte in Berlin die Teilung nicht einfach an einer geraden Linie festmachen. So unterschiedlich wie die Trennungslinie verlief, waren auch die Unterschiede der beiden Sektoren. Bei der Charakterisierung beider Teile, muss man deshalb auch andere Elemente berücksichtigen. Hier einige Beispiele:

1) Straßen- und U-Bahn

Straßenbahn Berlin

Wir sind im Osten. In den 60er Jahren wurden die Straßenbahnzufahrten aus West-Berlin schlagartig entfernt, und durch Erweiterungen der U-Bahn und eine halbrunde Schnellstraße komplett ersetzt.

2) Denkmäler – vom Krieg zerstört und mit moderner Technik wiederaufgebaut

Gedächtniskirche Berlin

Reichstag Berlin

Wir sind im Westen. Um die weitreichende Geschichte der Stadt zu erhalten wurden viele durch den Krieg beschädigte Gebäude mit modernen Mitteln restauriert und wiederaufgebaut. Im Ostteil der Stadt hingegen, sollte eine moderne Stadt in einwandfreiem Zustand nach sozialistischem Vorbild entstehen. Bestehende Gebäude wurden deshalb umgebaut oder meistens ganz abgerissen, um der sozialistischen Ästhetik zu entsprechen.

3) Ampelmännchen

Ampelmännchen rot

Ampelmännchen grün

Wir sind im Osten. Entworfen, um von Kindern leichter erkannt zu werden, sind die Ampelmännchen der ostdeutschen Fußgängerampel zu einem echten Symbol der Stadt geworden, und finden sich mittlerweile auf vielen Werbeobjekten, wie z. B. T-Shirts und Handtaschen wieder.

4) Die Siegessäule und tausende von Feiernden  

Siegessäule Berlin

Wir sind im Westen an der Siegessäule. Jedes Jahr Anfang Juli feierten dort rund eine Million Menschen zu elektronischer Musik auf der Love Parade, eine der größten Ereignisse der alternativen Kultur in Berlin. Momentan findet die Love Parade in unterschiedlichen Städten im Ruhrgebiet statt und soll aber bald wieder an ihren Ursprung nach Berlin zurückgebracht werden.

5) Eine Uhr mit den Namen aller Städte der Welt

Weltzeituhr Alexanderplatz

Wir sind im Osten am Alexanderplatz. Die berühmte Weltzeituhr wird durch andere Denkmäler, wie den Fernsehturm, die Brunnen der Völkerfreundschaft und den Bahnhof ergänzt und prägt neben den unverkennbar sozialistischen Gebäuden das Erscheinungsbild des großen Platzes.

Und diese bekannten Wahrzeichen werden jeden Tag von Tausenden von Touristen als stetige Symbole einer Stadt wahrgenommen, die sich in ihrer momentanen Entwicklung in ständiger Veränderung befindet.

Kennen Sie weitere Eigenheiten von Ost- oder West-Berlin? Nutzen Sie die Möglichkeit Ihre Eindrücke und Erlebnisse in den Kommentaren zu erzählen!

Bilder: wikipedia (1,2,3,4,5,6), flickr (1,2)

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One Response to “Berlin: West oder Ost?”

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Time 6. Oktober 2010 at 03:15

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